ABCF Rassehundeclub
© ABCF / Tel: +43 (0) 664 / 116 41 62 | M@il: office@rassehundeclub.at

Hüftgelenksdysplasie beim Hund

Lahmt der Hund leicht, untersucht man das betroffene Bein auf Verletzungen wie einen eingetretenen Dorn oder ähnliches. Ist äußerlich nichts zu sehen, schont man den Hund einige Tage. Bessert sich das Hinken nicht oder tritt es nach kurzer Zeit wieder auf, muss der Tierarzt konsultiert werden. Bei Symptomen wie Problemen beim Aufstehen, starke Lahmheit, Schmerzen, Schwellungen, völlige Schonung von Gliedmaßen, auch mit Fieber, müssen Sie den Tierarzt aufsuchen. Hüftgelenksdysplasie (HD): Bei dieser Erbkrankheit tritt eine Verformung von Beckenpfanne und Oberschenkelkopf auf. Je nach Ausprägung dieser Missbildung hat der Hund mehr oder weniger Beschwerden. Beim Hund tritt diese Krankheit nur selten auf, jeder Hund sollte jedoch mit gut einem Jahr vorsichtshalber geröntgt werden. Die HD Befunde werden eingeteilt in: A - normales Hüftgelenk, keine HD / zuchttauglich B - Übergangsform, KEINE HD / zuchttauglich C - leichtgradige HD / von der Zucht ausgeschlossen D - mittelgradige HD / von der Zucht ausgeschlossen E - hochgradige HD / von der Zucht ausgeschlossen Unter Hüftgelenksdysplasie (HD) verstehen wir eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. HD entwickelt sich in den ersten 15 Monaten des Lebens eines Hundes, später verändert sich nur noch das Ausmaß der Arthrose. Junge Hunde mit ausgeprägter HD zeigen v.a. Schmerzen als Folge der unüblich starken Lockerheit der Hüftgelenke. Bei älteren Hunden überwiegen die Schmerzen als Folge der Abnützung (Arthrose) der Hüftgelenke. Bei leichteren Formen der HD können Krankheitshinweise fehlen, solange der Hund nicht stark beansprucht wird. Auch zwischen den einzelnen Hunden bestehen Unterschiede in der Schmerzempfindung: Während der eine Hund mit leichter HD bereits hinkt, hat der andere Hund mit fortgeschrittener Arthrose eine spezielle Bewegungstechnik entwickelt, um Schmerzen zu vermeiden, so dass der Besitzer von der Behinderung möglicherweise gar nichts bemerkt. Was ist die Ursache für HD?: Die Entwicklung der Hüftgelenke wird maßgeblich durch zwei Komponenten beeinflusst: durch die Erbanlage und durch die Ernährung des Hundes. Beginnen wir bei der Ernährung: Bei einem Hund mit Veranlagung zu HD ist es möglich, durch eine kalorienmäßig zurückhaltende und ausgewogene Fütterung das Ausmaß der Krankheit zu mildern. Es ist erwiesen, dass Hunde, die langsam wachsen, weniger schwer an HD erkranken als ihre schneller wachsenden und damit schwereren Wurfgeschwister. Besonders wichtig ist dabei, im Futter ein Überangebot von Kalzium (Futterkalk) zu vermeiden. Deshalb sollte bei Verwendung eines Vollwertfutters darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor etwa 1:1 ist. Früher hat man ein Verhältnis von 1.5:1 als richtig erachtet. Dieses Vorgehen hilft zwar dem einzelnen Hund, der so trotz ungünstiger Erbanlagen eine größere Chance hat, akzeptable Hüftgelenke zu entwickeln und ein weitgehend normales und schmerzfreies Leben zu führen. Für zukünftige Zuchttiere ist diese Taktik aber völlig ungeeignet, da dadurch die genetische Belastung für HD nicht aufgedeckt werden kann. Kommen derart aufgezogene und erblich belastete Hunde zum Zuchteinsatz, wird die Veranlagung zu HD an die nächste Generation weitergegeben. Die Folge ist, dass unter den Nachkommen von Hunden mit guten Hüftgelenken dysplastische Nachkommen auftreten. Es wurde angenommen, dass die jugendliche Aktivität der Welpen HD verursachen könne. Bis heute konnte diese Theorie nicht bewiesen werden. Ein gesundes Hüftgelenk wird durch die normale Bewegung und durch Spielen mit Artgenossen nicht geschädigt. Sicher ist es vernünftig, eine massive Überbeanspruchung des noch unreifen Skeletts des Junghundes zu vermeiden. da ein Knochen im Wachstum weniger belastbar ist, als das Skelett eines ausgewachsenen Tieres. Die wichtigste Grundlage für HD liegt damit in der Erbanlage der Hunde. Welche Gene eine Rolle spielen, ist bis heute nicht geklärt. Erwiesen ist hingegen, dass sich HD häufig in Form einer übermäßigen Lockerheit oder Instabilität des Hüftgelenkes zeigt, welche die Entwicklung von Arthrose begünstigt. So wie wir beim Tragen von zu großen Schuhen bald Blasen oder einen tüchtigen Muskelkater einfangen, nimmt auch das Hüftgelenk Schaden, wenn der Oberschenkelkopf dauernd in der Gelenkspfanne umherrutscht. Technisch ausgedrückt, erfährt ein lockeres Hüftgelenk dieselben Veränderungen wie ein lockeres Radlager: Es wird ausgeschlagen. Beim jungen Hund zeigen sich deshalb die stärksten Veränderungen an der Gelenkspfanne: sie weitet sich auf und flacht sich ab. Damit wird der Oberschenkelkopf nicht mehr korrekt geführt, es entwickelt sich eine Arthrose. Welche Folgen hat HD?: Bei Bewegung werden die Hüftgelenke regelmäßig zyklisch belastet. Ein stabiles Gelenk erträgt diese lebenslange Belastung problemlos, es bleibt gesund. Die regelmäßige Belastung ist sogar notwendig für die Ernährung des Gelenkknorpels. Bei einem instabilen oder fehlgebildeten Hüftgelenk jedoch führt die wiederkehrende Fehlbelastung zu Zerrungen der Gelenkskapsel, der Bänder und zur Schädigung, des Gelenkknorpels und der gelenksbeteiligten Knochen. Es entwickeln sich knöcherne Zubildungen und Verformungen am Gelenk, welche auf dem Röntgenbild als bleibende Arthrose sichtbar sind. Die Folgen sind Schmerzen im Hüftgelenk. Die Hunde versuchen die Hintergliedmasse zu entlasten. Diese beiden Mechanismen führen zu Muskelschwund, was die Arthrose weiter fördert, weil dadurch die stützende Funktion der Muskulatur am Hüftgelenk wegfällt. Hunde mit mittel- bis hochgradiger HD sind deshalb meist weniger aktiv. Sie legen sich häufig hin, zeigen Mühe beim Aufstehen und lahmen in der Hinterhand, insbesondere nach längerem Liegen. Im Frühstadium der Krankheit kann die Lahmheit nach den ersten Schritten noch verschwinden. Später zeigen dysplasiegeplagte Hunde bei körperlichen Aktivitäten immer deutlicher Lahmheitsanzeichen. Nicht selten verändert sich unter chronischen Schmerzen auch der Charakter des Hundes. Aus dem fröhlichen Lebensgefährten kann ein missmutiger, mitunter sogar bissiger Zeitgenosse werden. Wie wird die Diagnose gestellt?: Die Diagnose HD lässt sich anhand von Röntgenaufnahmen des Hüftgelenks stellen. Sichtbare Veränderungen können an der Gelenkspfanne, am Oberschenkelkopf oder an beiden Knochen auftreten. Bei jungen Hunden ist gelegentlich nur ein auffällig lockeres Hüftgelenk zu beobachten, bei dem der Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Gelenkspfanne liegt. Aufgrund der Veränderungen auf dem Röntgenbild werden fünf Schweregrade von HD unterschieden. Wie häufig kommt HD vor?: Es wurden die HD-Resultate von allen 3749 Hunden, die in der Schweiz zwischen 1991 und 1994 im Rahmen der Körung auf HD untersucht worden waren, zusammengestellt. HD trat bei Rüden und Hündinnen gleich häufig auf, das Auftreten hängt also nicht vom Geschlecht des Tieres ab. Ein Viertel der untersuchten Hunde wurde als HD- frei, und ein Drittel als Übergangsform beurteilt. Damit gehören beinahe 60% der Hunde zu den beiden Graden, die mit gutem Gewissen zur Zucht verwendet werden können. Mehr als ein Viertel der Hunde wurde als leicht dysplastisch (HD-Grad C) bewertet, sie sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Rund jeder 7. Hund fiel sogar in die HD-Grade D und E mit ausgeprägten Gelenksveränderungen. Derartige Tiere sind von der Zucht ausgeschlossen. Trotz Bekämpfung der HD seit rund 30 Jahren sind somit immer noch rund 40% der mittelgroßen und großen Rassehunde dysplastisch, ihr Anteil ist aber bei den verschiedenen Rassen sehr unterschiedlich. Bei gewissen Rassen erreicht der Anteil an mittelgradiger und hochgradiger HD mehr als 20%. In der besagten Studie wies der Siberian Husky die besten Hüftgelenke auf, gefolgt von den Bearded und Rough Collies und den Belgischen Schäferhunden. Dysplasiefrei waren rund zwei Drittel aller Hovawarte, Flat Coated Retriever, Leonberger und Rottweiler, über die Hälfte der Labrador Retriever und Berner Sennenhunde, die Hälfte der Golden Retriever, Neufundländer und der Deutschen Schäferhunde, aber weniger als die Hälfte der untersuchten Boxer. Bei Bernhardinern, sowie English und Gordon Settern lag die HD-Rate bei erschreckend hohen 60-70%. Die wichtigsten Gründe für den hohen HD-Anteil in verschiedenen Rassen sind die Verwendung dysplastischer Elterntiere (HD Grad C) zur Zucht und das weitgehende Fehlen einer Nachzuchtkontrolle. Beim Bernhardiner rächt es sich, dass die Zuchttiere jahrelang nicht auf HD untersucht und Hunde trotz ausgeprägter HD zur Zucht verwendet worden sind. Bei vielen Rassen wird bei der Auswahl von Zuchthunden zudem zu stark dem Exterieur zugemessen. Gesundheitliche Aspekte werden kaum berücksichtigt. Überdies bestehen Hinweise dafür, dass z.B. beim Deutschen Schäferhund die abfallende Rückenlinie und die starke Hinterhandwinkelung die HD geradezu fördert. Der Anteil dysplastischer Hunde ist mit großer Wahrscheinlichkeit noch höher als es die Zahlen in Tabelle 2 widerspiegeln, da Röntgenbilder von schwer dysplastischen Hunden kaum je zur offiziellen Beurteilungsstelle eingesandt werden, da die Züchter um ihren guten Ruf als HD-freie Zuchtstätte fürchten. Auch Bilder von dysplastischen Tieren, die vor dem Erreichen des ersten Altersjahres wegen Bewegungsstörungen geröntgt werden, gelangen kaum je zur Auswertung. Dieses Vorgehen behindert den Fortschritt enorm, da es dadurch unmöglich wird, die Zuchtvorschriften so anzupassen, dass die Zahl dysplastischer Hunde vermindert werden kann. Zudem werden die Berechnungen zur Erblichkeit (Heritabilität) der HD verfälscht. Die Züchter und Hundebesitzer betrügen sich so selber um ihre Bemühungen, die HD-Häufigkeit nachhaltig zu senken. Wieso kommt HD noch so häufig vor?: Eine derart hohe Zahl an ausgeprägt dysplastischen Hunden ist nicht zu verantworten. Sie widerspricht auch dem Gedanken des Tierschutzes, nur Tiere zu züchten, die frei sind von Krankheiten, welche die Lebensqualität einschränken. Dazu gehört auch die schmerzhafte HD. Jeder Käufer eines rassereinen Hundes hat grundsätzlich Anrecht auf einen geistig und körperlich gesunden und damit dysplasiefreien Hund. Solange jedoch unter den heute geltenden Zuchtvorschriften über 80% aller untersuchten Hunde als zuchttauglich erklärt werden, lässt sich die HD-Häufigkeit bei den Nachkommen nicht senken. Erschwerend kommt dazu, dass der Zuchtwert eines Tieres für das Merkmal HD nicht nur allein von der Qualität seiner eigenen Hüftgelenke abhängt, sondern auch von derjenigen seiner nahen Verwandten wie der Eltern und der Geschwister. Nur wenn ihre HD-Ergebnisse mitberücksichtigt werden, lässt die Hüftgelenksqualität der Nachkommen schätzungsweise voraussagen. Wie kann HD bekämpft werden?: Jeder Züchter und Hundebesitzer kann durch eine sorgfältige Fütterung des jungen Hundes direkten Einfluss auf die Entwicklung der Hüftgelenke nehmen. Es ist nachgewiesen, dass eine zu schnelle Gewichtszunahme in den ersten 10 Lebensmonaten die HD-Häufigkeit fördert. Zu große Mengen von Energie, Protein und Mineralstoffen, insbesondere von Kalzium im Futter begünstigen die Ausbildung der HD nachweislich. Wird in diesem Lebensabschnitt der HD-gefährdete Hund noch übermäßig beansprucht, kann sich die HD noch verschlimmern. Hingegen scheint weder die endgültige Körpergröße noch das endgültige Körpergewicht des Hundes einen wesentlichen Einfluss auf die Ausprägung der HD zu haben. Im Laufe des Lebens des Hundes kann die Arthrose infolge starken Übergewichts noch schwerer werden. Eine frühere Vermutung aber, dass Vitamin C eine HD verhindern kann, hat sich als Irrtum erwiesen. Die langfristig wirksamste Maßnahme zur Verringerung der HD ist die Einführung und Durchsetzung von Paarungsbeschränkungen. Der Anteil gesunder Nachkommen steigt an, wenn nicht nur der HD-Grad des Tieres selber (die so genannte Eigenleistung), sondern auch die HD-Resultate seiner Geschwister und insbesondere seiner bereits geborenen Nachkommen mit berücksichtigt werden. Mit Hilfe einer derartigen Zuchtwertschätzung könnte der Züchter für sein Zuchttier einen geeigneten Partner auswählen, ohne seinen Hund wegen HD- Belastung von vorne herein aus der Zucht nehmen zu müssen. Dieses Konzept wird als strategische Paarung bezeichnet und hat zum Ziel, nur noch Welpen zu züchten, die ein unterdurchschnittliches Risiko haben, an HD zu erkranken. Die Zuchtzulassung wird damit nicht mehr vom HD-Resultat des Einzeltieres abhängig gemacht, sondern vom HD-Risiko bei den Nachkommen einer Paarung. Diese Methode der Zuchtselektion hat sich in der Nutztierzucht und neuerdings auch beim Hund als äußerst erfolgreich erwiesen. In Deutschland haben bereits über 50 Rassehundeklubs diesen Weg beschritten. Der Erfolg der strategischen Paarung hängt aber entscheidend von der Erarbeitung einer neuen Zuchtstrategie und vom konsequenten Einhalten der daraus entwickelten Paarungsbeschränkungen ab. Der stärkste Ansporn zur Verbesserung der HD-Situation bei den Rassehunden wird ohne Zweifel der kritische und fordernde Käufer geben. Wenn er nicht mehr akzeptiert, dass in gewissen weit verbreiteten Rassen jeder fünfte Hund an HD leidet, sondern eine Kaufpreisminderung und die Übernahme der Behandlungskosten verlangt oder solche Tiere unter nachdrücklicher Rückforderung des vollen Kaufpreises gar an den Züchter zurückgibt, wird sich unter den Züchtern schnell die Erkenntnis verbreiten, dass es billiger und für den guten Ruf vorteilhafter ist, eine wirksame Zuchtplanung einzuführen, als weiter nach eigenem Gutdünken Hunde zu paaren und die Augen vor den schlechten Resultaten zu verschließen. Auch der Gesetzgeber kann durch den Erlass und das konsequente Durchsetzen eines wirksamen Tierschutzgesetzes folgenreiche Änderungen des Zuchtverhaltens auslösen. Im weiteren sind die Rasseklubs auch dazu aufgerufen, die unsinnige Ehrung eines einzelnen Champion of Champions abzuschaffen und dafür diejenigen Züchter zu belohnen, bei welchen alle gezüchteten Hunde gesund und langlebig sind und einem vernünftigen Rassestandard entsprechen. Nicht der einzelne Spitzenhund garantiert eine gesunde Rasse, sondern eine breite Basis von gut entwickelten Tieren. Und nun ein Artikel zum Thema Krankengymnastik Hundekrankengymnastik, wozu soll das gut sein?: Das fragen sich leider auch heute noch viel zu viele Tierärzte und Hundebesitzer! Dabei ist doch der Mensch das beste Beispiel dafür, dass Krankengymnastik uns wieder auf die Beine bringt, Schmerzen lindert und unser Wohlbefinden steigert. Also warum sollte das nicht auch bei unseren Vierbeinern funktionieren?!? Das dachte, zum Glück, nicht nur ich, sondern auch Katrin Blümchen. Sie ist gelernte Human-Physiotherapeutin und hat ihre Erfahrungen auf ihren Hund (Rottweiler) übertragen, der schon mit 9 Monaten unter Hüftgelenksdysplasie litt. Durch spezielle Massagegriffe, Elektrotherapie, Stabilisation und Gerätetraining konnte eine Operation verhindert werden. Die Rottweiler-Hündin ist heute 9 Jahre alt und nahezu schmerzfrei. Ich fand Kontakt zu ihr durchs Internet und erfuhr, dass sie "Hunde-Krankengymnasten" ausbildet. Nun stehe ich kurz vor der Prüfung und versuche nebenbei "Werbung" für unsere Arbeit zu machen, die eigentlich keiner Werbung bedarf. Für mich ist es selbstverständlich meinem Tier Schmerzen zu nehmen, Operationen zu vermeiden (wenn es möglich ist) oder nach Operationen dafür zu sorgen, dass das Tier schnell wieder auf die Beine kommt. Es gibt kaum eine Skelett/Muskelerkrankung oder neurologische Erkrankung, bei der ich meinem Hund/Tier nicht zumindest die Schmerzen lindern oder nehmen kann. Oft, wie im Fall von Katrin, können Operationen verhindert werden. Bei neurologischen Erkrankungen wie z.B. Bandscheibenvorfälle (Dackellähme) kann man durch Massagen die gelähmte Muskulatur, oder geschädigten Nerven anregen, durch Elektrotherapie die Nerven reizen, durch Stabilisationsübungen den Hund wieder da hin bringen, dass er sich fortbewegen kann. Auch in diesem Bereich lassen sich natürlich Operationen nicht immer vermeiden, aber auch zur Rehabilitation werden oben genannte Techniken angewandt. Und das ist nur ein kleiner Teil vom dem, was wir für unsere Tiere tun können. Unser 9 Jahre alter Golden Retriever hat Arthrose im Knie, dadurch ist er sehr wetterfühlig, hatte große Probleme beim Aufstehen, und lahmte gelegentlich. Seit dem er regelmäßig seine Massagen bekommt, das Gelenk "manuell" therapiert wird, die Muskulatur gedehnt und Elektrotherapie bei ihm angewandt wird, hat er kaum noch Probleme. Für mich ist er ein ganz neuer Hund. Natürlich bewirken auch wir keine Wunder, obwohl es doch manchmal wie ein kleines Wunder scheint, wenn man einem glücklichen Hund in die Augen schaut, der Wochen zuvor so gar keinen Spaß mehr am Leben hatte! Fragen Sie Ihren Tierarzt nach Hunde-Physiotherapeuten in Ihrer Nähe!! Oder mailen Sie uns, wenn Sie Fragen haben. HD auf Grund von Erkenntnissen des Hohenheimer Kreises bezüglich der HD - Untersuchung hat der Vorstand beschlossen, die Möglichkeit eines „Nachröntgen“ bis zum Alter bis max. 3 Jahren anzubieten. Der Ablauf ist wie bei der HD-Untersuchung nach den HD-Richtlinien sollte sich durch das Nachröntgen der Erstbefund ändern, ist das Ergebnis des Nachröntgen bindend. (Sowohl eine Verbesserung, als auch eine mögliche Verschlechterung) Gerade bei Hündinnen wurde festgestellt, dass durch die hormonellen Einflüsse knapp vor, während und knapp nach der Läufigkeit (Lockerung der Bänder) andere HD-Befunde als bei Röntgenaufnahmen zwischen den einzelnen Läufigkeiten möglich waren. Ebenso konnte festgestellt werden, dass sich eine HD-Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt als zu dem gerade erreichten Alter von 12, bzw. 15 Monaten auf Grund der weiter fortgeschrittenen „Skelettreife“ mitunter positiver auf den Befund auswirken konnte. Von einer Erhöhung des Mindestalters für die HD-Untersuchung sehen wir aber ab. Es bleibt daher jedem Einzelnen überlassen, welchen Zeitpunkt er für die HD-Untersuchung wählt. Zurück zur Übersicht zu Wissenswertes
Miteinander und nicht gegeneinander! Nur gemeinsam sind wir  stark. In diesem Sinne lasst uns einander Hand und Pfote reichen!